Idee und Prinzip von Celitement
Rohstoffe: Calciumarme Ausgangsmischung
Die auch schon bei der Herstellung herkömmlicher Zemente eingesetzten Komponenten werden verwendet: ein Calcium-Träger (CaO aus Calciumcarbonat) und ein Silizium-Träger (Silikate verschiedenster Art).
Das molare Verhältnis von Calcium zu Silizium liegt bei Celitementen zwischen 0,5 und 2.
Hydrothermalsynthese im Druckautoklav
In einem Autoklaven entstehen aus den Rohstoffen und Wasser bei Temperaturen zwischen 150 und 300°C unter Sättigungsdampfdruck Calcium-Silikat-Hydrate.
Nach der Trocknung können sie weiter verarbeitet werden. Sie sind nicht hydraulisch aktiv.
Aktivierung und Konditionierung
Das Hydrothermalprodukt wird nach Beimischung von weiteren Silikatträgern durch Reaktionsmahlen aktiviert und hinsichtlich der Produktanforderungen eingestellt.
Damit liegen Celitemente vor, die hydraulisch aktive Calcium-Hydrosilikate enthalten.
Zur Steuerung der Reaktivität mit Wasser und weiteren Produkteigenschaften können weitere Zusatzstoffe beigemengt werden.
Celitement: Mischen mit Wasser und Abbinden
Das Ergebnis ist ein wasserhaltiges Bindemittel, das nach Zugabe von Wasser wie Portlandzement aushärtet.
Das molare Verhältnis von Calcium zu Silizium liegt unter dem Faktor 2 und kann in einigen Varianten sogar deutlich darunter liegen. Entsprechend niedrig sind der Bedarf am Ausgangsstoff Calciumcarbonat und die daraus resultierenden Kohlendioxidemissionen.
Es sind Abmischungen mit Portlandzementen oder Puzzolanen möglich.